Der Deutsche Ethikrat
Am heutigen Freitag um 14 Uhr konstituiert sich in Berlin der Deutsche Ethikrat. Er ist das Nachfolgegremium des Nationalen Ethikrates und besteht je zur Hälfte aus vom Bundestag und von der Bundesregierung gewählten Mitgliedern.
Vom Bundestag gewählte Mitglieder
- Axel Bauer, Leiter des Fachgebiets Geschichte, Medizinethiker der Universität Heidelberg
- Stefanie Dimmeler, Forscherin an adulten Stammzellen, Universität Frankfurt
- Hildegund Holzheid, frühere Präsidentin des Bayerischen Verfassungsgerichtshofs und Vizevorsitzende der Bioethikkommission Bayern
- Christoph Kähler, thüringischer Landesbischof, stellvertretender Ratsvorsitzender der EKD
- Anton Losinger, katholischer Weihbischof der Diözese Augsburg
- Alfons Bora, Soziologe und Jurist der Universität Bielefeld
- Volker Gerhardt, Philosoph, Humboldt-Universität Berlin
- Spiros Simitis, Jurist, Universität Frankfurt, früherer Vorsitzender des Nationalen Ethikrats
- Jochen Taupitz, Gesundheitsrechtler und Medizinethiker, Universitäten Heidelberg und Mannheim
- Michael Wunder, Leiter des Zentrums für Beratung, Diagnostik und Psychotherapie der Evangelischen Stiftung Alsterdorf, Hamburg
- Edzard Schmidt-Jortzig, früherer FDP-Bundesjustizminister, Jurist an der Universität Kiel
- Frank Emmrich, Direktor des Leipziger Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie
- Ulrike Riedel, Juristin mit Schwerpunkt Medizinrecht, Berlin
Von der Bundesregierung gewählte Mitglieder
- Hermann Barth, Präsident des Kirchenamts der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)
- Wolf-Michael Catenhusen, ehemaliger Staatssekretär im Bundesforschungsministerium, Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentages
- Regine Kollek, Professorin für Technologiefolgenabschätzung der modernen Biotechnologie in der Medizin, Universität Hamburg
- Weyma Lübbe, Philosophin, Universität Leipzig
- Eckhard Nagel, Mediziner, Universität Bayreuth, Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentags
- Peter Radtke, Schriftsteller, Schauspieler
- Jens Reich, DDR-Bürgerrechtler, Molekularbiologe, Essayist
- Jürgen Schmude, Jurist, früherer SPD-Bundesbildungs- und Bundesinnenminister, ehemals Präses der EKD-Synode
- Eberhard Schockenhoff, katholischer Moraltheologe, Universität Freiburg
- Bettina Schöne-Seifert, Medizinerin und Medizinethikerin der Universität Münster
- Erwin Teufel, früherer baden-württembergischer Ministerpräsident (CDU), derzeit Philosophiestudent in München
- Kristiane Weber-Hassemer, Richterin am Oberlandesgericht Frankfurt/Main, frühere Vorsitzende des Nationalen Ethikrats
- Christiane Woopen, Medizinerin und Medizinethikerin, Universität Köln
Links
- www.ethikrat.org, Website des Ethikrates
- Das Ethikratgesetz, das am 26. April 2007 vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Bildung des Ethikrates
- Ethikrat nimmt Arbeit auf, “Aktuelles Thema” auf der Seite des Bundestags
13. April 2008 at 9:07
Prof. Schockenhoff ist ein guter Mann, ebenso der evangelische Landesbischof Kähler. Nur habe ich nicht den Eindruck, dass kurz- und mittelfristig der Abwärtsbewegung auf der abschüssigen Bioethik-Strecke noch viel entgegen gesetzt werden kann.
15. April 2008 at 19:30
“Nur habe ich nicht den Eindruck, dass kurz- und mittelfristig der Abwärtsbewegung auf der abschüssigen Bioethik-Strecke noch viel entgegen gesetzt werden kann.”
Das bleibt natürlich abzuwarten. Tendenziell gebe ich dir recht, will aber die Hoffnung nicht zu schnell aufgeben. Immerhin ist der Deutsche Ethikrat zur Hälfte parlamentarisch legitimiert, anders als der Nationale Ethikrat, der komplett von der Regierung aufgestellt wurde. (Auf diese Problematik hatte ich seinerzeit in einem Kath.net-Artikel hingewiesen: http://www.kath.net/detail.php?id=2236)